Sie befinden sich hier: Humor / 

Humor

Bürgerbus-Fahren soll Freude machen - den Fahrern genauso wie den Fahrgästen. An dieser Freude wollen wir Sie auf dieser Seite ein bisschen teilhaben lassen. Wer eine lustige Begebenheit zu berichten weiß oder auch ein entsprechendes Foto, kann dies gerne auf dieser Seite publizieren. Am einfachsten melden Sie sich hier bei der Geschäftsstelle von Pro Bürgerbus NRW.

11 im Bürgerbus

11 im Bürgerbus

Eine Ausnahme von der Begrenzung auf acht Fahrgäste konnte offensichtlich der Bürgerbusverein Coesfeld erwirken. Jedenfalls ist nicht bekannt geworden, dass es ein Knöllchen gab, obwohl 11 Personen im Bus waren. Aber vielleicht waren es auch gar keine Fahrgäste, sondern elf Fahrer. Und das ist ja wohl nicht verboten.
(Foto AZ Coesfeld, Viola ter Horst)

Rundfahrt in Rhede

Rundfahrt in Rhede

An der Haupthaltestelle in Rhede an der Gundulakirche steigt eine alte Dame mit zwei kleinen Kindern ein. Ich habe auf Oma und Enkelkinder getippt. Fahrkarten wurden gelöst und los ging die Fahrt
Bei uns in Rhede haben wir eine Nord-, Stadt- und Südroute mit einer Gesamtfahrtzeit von zwei Stunden. Unterwegs steigen Fahrgäste ein und aus und nach zwei Stunden sind wir wieder an der Gundulakirche.
Oh Schreck! Oma und Kinder sitzen immer noch im Bus, was mir nicht aufgefallen war. Leider hatte ich auch nicht gefragt, wo sie aussteigen wollten. Ich will mich schon entschuldi-gen, da sagt die Oma auf Rheder Platt:
„ Ik moet vandage mine teww Enkelkinder oppassen, un se häbt sik in hus bloß eargert un estrennen. Ik hadde irgendwann de Nöse vull un heb edacht: No führs do twee Stunnen met de Bürgerbus un ik heb mine Ruh. De Blagen künnt so rechts un links kikken un bünt no tereden.“ (Ich muss heute meine zwei Enkelkinder aufpassen und sie haben sich zuhause nur geärgert und gestritten. Ich hatte irgendwann die Nase voll und habe gedacht: Nun fährst du zwei Stunden mit dem Bürgerbus und ich habe meine Ruhe. Die Kinder können so nach rechts und links gucken und sind nun zufrieden.)
Hand in Hand verlassen die Drei den Bürgerbus, eine weitere Bereicherung in unserer kleinen Erfolgsgeschichte.


Günter Hentschel

 

Oma Herta

Oma Herta

Oma Herta bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Seit sie sich auf der Bank an der Bürgerbushaltestelle Zweite Straße in Neuenrade niedergelassen hat, wartet sie. Aber sie nimmt keinen Bus, sie geht nicht einkaufen, ja sie spricht noch nicht einmal mit jemandem. Dafür verbreitet die Dame aus Beton gute Laune allein schon durch ihr freundliches Lächeln und ihre rundliche Erscheinung. Vielleicht träumt sie auch vom treuen Egon aus Kevelaer, der dort ebenfalls an einer Bürgerbushaltestelle wartet.

 

 

 

 

Der fleißigste Fahrgast

Der fleißigste Fahrgast

Der fleißigste Bürgerbusfahrgast kommt gar nicht aus NRW. Denn das ist wahrscheinlich Franz Luft aus Limburg, Hessen. Aber er ist nicht am öftesten mit einem Bürgerbus gefahren, sondern mit den meisten. Im Oktober 2011 hat er bereits den 60. Bürgerbus "abgefahren". Und es kommen sicher noch einige dazu.
Herrn Luft hat während seiner Tätigkeit bei einem Verkehrsbetrieb die Sammelleidenschaft für Fahrausweise gepackt. Und seit er Rentner ist geht er aktiv auf Fahrkartensuche. Dabei hat er die inzwischen 100 Bürgerbusse in NRW als willkommene Fundgrube entdeckt. Und natürlich das besondere Flair in den Bürgerbussen samt persönlicher Begrüßung, ein nettes Gespräch, der besondere Service einschließlich den lokalen Besonderheiten an Back- und Wurstwaren.
So lässt sich auf interessante Weise Nordrhein-Westfalen entdecken und viele nette Menschen und Regionen.

Es geht auch kleiner

Es geht auch kleiner

Foto: Bettina Osswald, Wuppertaler Rundschau

Ein kleiner Bus für kleine Bürger. Um die passende Lösung für ein besonderes Personenbeförderungsproblem zu finden, muss man schon mal pfiffig sein. So wie Ursula Tigges aus Langerfeld in Wuppertal, deren Tageskinder, die "Krümelkids", nun in einem speziellen Kleinkind-Transporter unterwegs sind. Das aus Bayern stammende Gefährt verfügt über sechs Sitze, Anschnallgurte, Bremse und Zusatzmotor, mit dem schon mal Steigungen bewältigt werden können. Ansonsten wird umweltfreundliche Menschenkraft eingesetzt.

Der sogenannte "Bönselbus" hat den Bürgerbussen jedenfalls eines voraus. Man kann damit auch durch den Wuppertaler Zoo fahren. Und wie im Bürgerbus wollen die Fahrgäste manchmal gar nicht mehr aussteigen.

Die Krümelkids mit zwei weiteren Bildern vom Kinderbus gibt es auch im Internet: www.kruemelkids.de

Nikolaus fährt Bürgerbus

Nikolaus fährt Bürgerbus

Schade, wer da nicht dabei war: Am 6. Dezember fuhr unser Bürgerbusfahrer Franz Josef Pagenkämper ganz stilecht als Nikolaus seine Vormittagsrunde - und die Stutenkerle waren alle weg.  Aber natürlich gab es Nachschub und am Nachmittag konnte Frau Heide Alberts dann als weibliche Variante die Bürgerbusstutenkerle an den Mann bzw. die Frau bringen - und sie meinte, so viel Kinder sind noch nie mitgefahren...

Aufmerksamer Bürgerbusfahrer

Aufmerksamer Bürgerbusfahrer

Aufmerksame Bürgerbusfahrer sind überall sehr beliebt. Wenn diese Fahrer dann auch noch an der Bürgerbuslinie wohnen, achten sie besonders darauf, dass der Bus auch pünktlich kommt. Als ein solcher Fahrer in Halver seinen Bus vermisste, sah er sofort im Einsatzplan nach, wer denn da den Fahrplan nicht einhält und fand - seinen eigenen Namen. Kein Wunder, dass der Bürgerbus nicht kommt, wenn der Fahrer am Fenster sitzt und auf ihn wartet.

Ein strenger Winter kann auch kreativ machen. So bat ein Fahrer die etwas beleibteren Fahrgäste, sich auf die hinteren Plätze zu setzen. Und brave Fahrgäste tun das natürlich auch ohne Widerworte. Aber warum nur? Nun ja, wegen der vielleicht glatten Straßen sollte besser die Hinterachse belastet werden.

Ein "anhänglicher" Bürgerbus

Ein "anhänglicher" Bürgerbus

Eine besonders kreative Lösung, mehr als 8 Personen zu befördern, entwickelte der Bürgerbusverein Wermelskirchen. Und der Remscheider Generalanzeiger veröffentlichte den passenden Artikel und das nebenstehende Beweisfoto. Nur dass der Artikel ausgerechnet in der Ausgabe vom 1. April erschien, macht dann doch stutzig. Außerdem wäre doch sicher die entsprechende Änderung im Personenbeförderungsgesetz bekannt geworden.

Fahrtziele

Fahrtziele

In der letzten Vereinsmitteilung des Bürgerbusvereins Kevelaer-Kervenheim stand eine schöne Auflistung von ungewöhnlichen Fahrtzielangaben der Bürgerbusfahrgäste, die wohl ein unerschütterliches Vertrauen in die Ortskenntnisse der Fahrerinnen und Fahrer haben. Soviel Vertrauen ehrt natürlich und ist auch redlich verdient. Manchmal wird der Fahrer aber sicher gepasst haben müssen:

"Heute muss ich Geld holen. Ich steige also an meiner Bank aus."
"Ja, bis dort, wo der Partyservice ist."
"Zum Tierarzt möchte ich gerne."
"Ich muss das Stützkorsett reklamieren."
"Könnten Sie mich am Jugendamt absetzen?"
"Heute will ich mal wieder meinen Mann besuchen". (die Dame wollte zum Friedhof)
"Ich muss meinen Ausweis abholen."
"Ich möchte da aussteigen, wo letztens das Kind mit dem roten Pullover eingestiegen ist."

Viele Fahrgäste fühlen sich aber auch nicht zu unrecht als Stammkunden und halten es daher gar nicht für nötig, überhaupt ein Ziel anzugeben, weil die Fahrer ohnehin wissen, wohin die Gäste wollen (was ja meistens auch der Fall ist).

Ein Eurotrauma

Ein Eurotrauma

Heute ist der 2. Januar 2002. Ich fahre den Bürgerbus um 8:26 von Kervenheim nach Kevelaer. Die ersten Fahrgäste stehen an der Haltestelle. Der erste bezahlt mit 5,00 DM. Ich rechne: 2,55 EUR minus 1 EUR Fahrschein = Rückgabe 1,55 EUR. Dann bezahlt ein Rentner mit einer 2 EURO-Münze. Er bekommt einen EURO zurück. Er betrachtet das Geldstück misstrauisch und findet auf der Rückseite den Eiffelturm. "Nein", ruft er, "französisches Geld nehme ich nicht an". Bis ich ihm schließlich erklärt habe, dass alle Münzen auf der Rückseite unterschiedlich sind, hat sich hinter uns eine 100 m lange Schlange mit ungeduldigen Autofahrern gebildet und der Bus hat eine Stunde Verspätung. Als nächstes zahlt eine Mutter mit Kindern mit einem 10 EURO-Schein und erhält 8,25 EURO zurück. Mein Wechselgeld wird jetzt knapp. Unterwegs steigt eine Bäuerin zu mit einem lebenden Huhn im Korb und gibt mir 5 frische Eier als Fahrpreis, weil sie bislang keine EURO bekommen hat; DM hat sie auch nicht mehr. Ich rechne: 5 Eier = DM 1,50 entspricht 0,77 EUR. Es fehlen 23 Cent. Die Frau und das Huhn weigern sich auszusteigen, weil sie in der Stadt dringend Waren eintauschen müssen. Um 10:30 Uhr bricht vor Kevelaer der Verkehr zusammen. Die Polizei musste wegen der Schlangen vor den Bankschaltern alle Straßen sperren. Im Bus bricht ein Tumult aus. Das Huhn befreit sich aus dem Korb und landet im Kinderwagen, wo die Mutter ihr Baby nach zwei Stunden wickeln wollte. Ich werde von den Fahrgästen bedroht und wehre mich mit den 5 Eiern. Als der Versuch scheitert, greife ich in meiner Not zum Feuerlöscher. Da ertönt ein schriller Alarmton. Es ist mein Wecker. Schweißgebadet wache ich im Bett auf – der Horrortraum hat ein Ende. Es ist 7 Uhr am 20. November 2001 und um 8:26 Uhr fahre ich den Bus ab Kervenheim und alles in Deutschen Mark. Ich atme befreit auf und mache mich auf den Weg.

Aus dem Bürgerbusverein Kevelaer-Kervenheim

Kindergartengeflüster

Kindergartengeflüster

Als der Bürgerbus Kierspe morgens die Kindergartentour fährt, stellt der Fahrer fest, dass einer der Kindergärten geschlossen hat. Beide Kinder steigen wieder ein und fragen: "Was machen Sie jetzt mit uns?" Gute Frage, was war jetzt zu tun? Die Mutter hatte es wohl vergessen, zum großen Unglück war sie auch noch berufstätig. Der Bürgerbusfahrer zu den Kindern: "Ihr fahrt die Stadttour mit, in der Zwischenzeit rufe ich den Opa mit dem Handy an und der holt euch dann ab. Daraufhin die Kinder: "Was müssen wir denn bezahlen für die weitere Fahrt?" Der Bürgerbusfahrer: "Das kostet nichts!" Die Kinder: "Toll, unser Kindergarten wird bestimmt noch öfters zu sein, wenn es nichts kostet, fahren wir dann auch wieder mit!"

Kompliment

Kompliment

aus der Bürgerbus-Zeitung "Sprachrohr" des Bürgerbusvereins Kevelaer-Kervenheim

"Kompliment, bin während der Fahrt nicht ein einziges Mal aufgewacht", sagte ein Fahrgast, der in Kevelaer ausstieg. Der junge Mann war in Kervenheim zugestiegen, gab seine Wunschhaltestelle an, zahlte und nickte nach wenigen Minuten in der hinteren Sitzreihe ein. Der Fahrer, der dies bemerkte, lenkte den Bus besonders vorsichtig um Kurven und Schlaglöcher herum. Fazit: ???

Oma im Bürgerbus

Oma im Bürgerbus

aus Kevelaer-Kervenheim

Im Bürgerbus (Bürbussi) saß eine Oma mit ihren zwei Enkelkindern (5 und 8 Jahre alt). Im Bus wurde ein offensichtlich schon vor dem Einstieg begonnenes Gespräch fortgesetzt. Die jünger soll demnächst in die Schule kommen und wurde von ihrer ältesten Schwester (12 Jahre, nicht im Bus) wohl in letzte Zeit immer wieder mit dem Lernen des Alphabetes belästigt. Es ging um "runde" Buchstaben. "Oma! Du heißt doch Oma. Da ist doch ein O drin." "Ja", erwiderte die Oma. "Und das O ist rund. Bist du auch rund?" Die eher wenig rundliche Oma bejahte dennoch diese Frage. "Und du hast doch einen Popo?" "Jaa." "Und die Popo ist auch rund?" "Jaaa." Ich habe auch einen Popo. Ist der auch rund?" "Ja, natürlich." "Dann ist ein Pups auch rund, Oma, oder?" In das verlegene Schweigen der Oma und das Gelächter der anderen Fahrgäste mischt sich dann die Feststellung der 8-Jährigen: "Aber nicht, wenn du darauf sitzt!"

Der "Burenbus"

Der "Burenbus"

Noch bevor der Bürgerbus in Kevelaer-Twisteden im Mai 1996 an den Start rollte, war im Karneval schon ein Vorläufer unterwegs. Der Burenbus mit 100 %-Schnaps-Motor machte mit einer tollen Aufmachung Appetit auf das, was da kommen sollte. Dem Vernehmen nach sollen die auf diesem Gefährt geschulten Fahrerinnen und Fahrer der ersten Stunde bei Betriebsbeginn wieder nüchtern gewesen sein

Der treue Egon

Der treue Egon

Der treueste Fahrgast in Kevelaer ist "Egon", und doch ist er noch nie mit einem Bus mitgefahren. Immer steht er an derselben Haltestelle "Altenheim" und schaut sehnsüchtig in die Luft. Vielleicht wartet er auf seine Flamme, die in einem der oberen Zimmer wohnt. Vielleicht ist er aber auch nur zu steif und schwer. Auf jeden Fall freuen sich die Fahrgäste an dieser Haltestelle über die angenehme und stets freundliche Begleitung und die Fahrer über einen treuen Kunden, auch wenn er etwas eigenwillig ist. Alle hoffen jedoch, dass das Kunstwerk hier noch lange erhalten bleibt.

Diese Seite drucken